Hochzeits Traditionen
Voller kleiner und großer Rituale, die Freude, Glück und Symbolik tragen
Goldwert Wedding & Event Moderation
Traditionen, die Geschichten erzählen
Hochzeiten sind voller kleiner und großer Rituale, die Freude, Glück und Symbolik tragen. Es gibt so viele Traditionen, dass man sie kaum alle aufzählen kann. Jede einzelne erzählt ihre eigene Geschichte und schenkt dem Tag besondere Momente.
Was sich das Brautpaar wünscht, welche Bräuche es aufgreifen möchte und wie die Feier persönlich gestaltet wird, ist so individuell wie die Liebe selbst. In einem persönlichen Gespräch lässt sich genau herausfinden, welche Traditionen den Tag bereichern, welche Rituale spielerisch eingebunden werden können und wie sie den Hochzeitstag zu einem unvergesslichen, liebevollen Erlebnis machen.

Deutsche Traditionen und Bräuche
Etwas Altes - Etwas Geliehenes - Etwas Neues - Etwas Blaues
Etwas Altes erinnert an die eigenen Wurzeln, an Familie, Vergangenheit und die Menschen, die einen geprägt haben.
Etwas Neues steht für den gemeinsamen Neubeginn, für Hoffnung, Glück und das Leben, das nun startet.
Etwas Geliehenes wird idealerweise von einer glücklich verheirateten Person getragen, damit sich deren Glück übertragen möge.
Etwas Blaues symbolisiert Treue, Beständigkeit und Loyalität. Werte, die eine Ehe stark machen.
Diese Tradition verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem kleinen, aber wunderschönen Ritual.

Strumpfbandversteigerung
Zum Ende der Hochzeit kann das Strumpfband versteigert werden. Das Strumpfband gilt als Zeichen für Glück und Fruchtbarkeit. Wer es ersteigert, soll im kommenden Jahr besonders viel Glück oder sogar die nächste Hochzeit erleben. Gleichzeitig bietet die Versteigerung eine charmante Möglichkeit, die Hochzeitskasse spielerisch zu unterstützen. Es gibt viele Variationen dies durchzuführen. Eine variante als Beispiel wäre die Braut stellt Ihr Bein auf einem Stuhl ab. Nun kommen die Gebote. Bei jedem Gebot, das von einem Mann abgegeben wird, wandert das Kleid nach oben, bei jedem gebot einer Frau wieder tiefer. Es kann aber auch immer nach oben Wandern. Bei dem Strumpfband angekommen erhält es der Letztbietende. Wie das Strumpfband nun abgezogen wird, entscheid Ihr. Die Braut zieht Ihn selbst ab oder als frivole Variante zieht der Bräutigam oder der Ersteigerer es mit seinem Mund ab. Hier kann an persönliche Vorlieben und an die Gesellschaft angepasst werden.

Baumstammsägen
Das Baumstammsägen ist eine beliebte Hochzeitstradition, die das Brautpaar vor seine erste gemeinsame Herausforderung stellt. Beim Durchtrennen des Stammes beweisen die beiden Teamgeist, Kommunikation und Zusammenhalt. Eigenschaften, die auch in einer glücklichen Ehe wichtig sind. Mit einer Zweimannsäge arbeitet das Paar im gleichen Rhythmus, unterstützt von begeisterten Gästen. Erst wenn der Stamm durch ist, gilt die Aufgabe als gelöst und das gemeinsame Leben offiziell „angesägt“. Diese Tradition sorgt nicht nur für besondere Fotos und viel Gelächter, sondern zeigt auf schöne Weise, wie das Paar Seite an Seite jede Herausforderung meistern kann.

Brautentführung
Freunde oder Trauzeugen „entführen“ die Braut unbemerkt vom Bräutigam während der Feier. Oft wird sie in eine nahegelegene Bar, ein Gasthaus oder einen anderen Raum geführt. Der Bräutigam muss die Braut finden. Traditionell gehört dazu sich bei dem Wirt freizukaufen. Die Brautentführung ist ein humorvoller, spielerischer Bestandteil vieler Hochzeiten und bietet eine schöne Gelegenheit, Gäste aktiv einzubinden und die Feier aufzulockern. Im Mittelpunkt steht nicht die Tradition selbst, sondern das gemeinsame Erlebnis voller Lachen, Überraschungen und fröhlicher Momente. Hierbei muss nur darauf geachtet werden das den Gästen auf der Feier nicht langweilig wird und die Entführung nicht zu lange dauert. Hierbei kann eine Tamada/Hochzeitsmoderator behilflich sein.
Russische Traditionen und Bräuche

Brautkauf (Выкуп невесты)
Der Brautkauf ist eine liebevoll gelebte Tradition, die den Hochzeitstag mit Wärme und Lachen eröffnet. Freunde und Familie der Braut stellen dem Bräutigam kleine, herzliche Prüfungen, als wollten sie sicherstellen, dass er die Tiefe seiner Liebe wirklich kennt. Mit jedem gelösten Rätsel, mit jedem symbolischen Schritt zeigt er: Ich bin bereit, für sie zu gehen, wohin das Leben uns auch führt. Nach jedem Rätsel muss natürlich auch Finanziell Wertschätzung gezeigt werden. Hier darf der Trauzeuge gerne mit einigen Scheinen zur Seite stehen. Es ist ein Moment voller Leichtigkeit und Gefühl. Ein Spiel, das zugleich ein Versprechen ist: dass ihre Liebe stark genug ist, jede Herausforderung zu meistern. Wenn der Bräutigam am Ende zu seiner Braut geführt wird, wird aus dem Brauch ein zarter Augenblick der Verbundenheit ein Auftakt zu einem Tag, der zwei Herzen zu einem gemeinsamen Weg verbindet. Wenn ein Firstlook Shooting geplant ist, dann darf er im Anschluss gerne eingebettet werden.

Brot und Salz (Хлеб-соль)
Zu den berührendsten Momenten einer russischen Hochzeit gehört der Augenblick, in dem das Brautpaar mit Brot und Salz empfangen wird. Der kunstvoll verzierte Karawaj wird ihnen gereicht wie ein segensreicher Gruß aus vergangenen Zeiten, ein Symbol für Fülle, Wärme und ein Leben, das reich an gemeinsamen Erlebnissen ist. Wenn Braut und Bräutigam ein Stück des Brotes brechen, ist es mehr als nur ein alter Brauch: Es ist ein leiser Wunsch, dass ihnen das Leben stets genug geben möge, Nahrung für den Körper, Trost für die Seele und Mut für die Tage, die vielleicht etwas „salziger“ werden. Denn wie das Salz die Speise bewahrt, so möge ihre Liebe alles überdauern, was ihnen begegnet. Dieses zarte Ritual verbindet Familie, Tradition und Herz in einem einzigen Moment und schenkt dem Beginn der Feier einen Hauch von Ewigkeit.

Gläser zerschlagen (Битьё стаканов)
Wenn bei einer russischen Hochzeit die Gläser zu Boden fallen und in funkelnde Scherben zerspringen, entsteht ein Moment, der weit mehr bedeutet als Lärm und Lachen. Es ist ein kraftvolles Ritual, das den Übergang in ein neues Kapitel markiert. Die klirrenden Splitter tragen den Wunsch nach Glück, Schutz und einem gemeinsamen Weg, der reich an leuchtenden Augenblicken sein soll. Mit jedem zerspringenden Glas verabschiedet sich das Paar symbolisch von allem Alten und öffnet sein Herz für das, was kommt. So wird aus einem einfachen Geräusch ein Versprechen, dass Liebe, Mut und Verbundenheit stärker sind als jede Herausforderung. Diese Tradition schenkt der Feier einen strahlenden Auftakt und trägt einen Funken Ewigkeit in sich. Ein Klang, der sagt: Hier beginnt unser gemeinsames Leben.

Gorko (Горько!)
Ein herzlicher, fröhlicher Höhepunkt jeder russischen Hochzeit ist der Ruf „Gorko!“, bei dem Gäste das Brautpaar scherzhaft auffordern zu küssen. Jeder Kuss verwandelt das „Bittere“ in Süße und symbolisiert, dass Liebe alle Herausforderungen versüßen kann. Dieses lebendige Ritual bringt nicht nur Freude und Lachen in die Feier, sondern lässt die Zuneigung zwischen Braut und Bräutigam spürbar werden. Es ist ein kleiner, spielerischer Moment voller Wärme – und ein bezaubernder Ausdruck dafür, dass ihre Liebe alle Tage ihres gemeinsamen Lebens versüßen wird. Die deutsche oder auch Internationale Variante ist das Kissing Bell. Hier wird je nach Wunsch auf jedem Tisch oder jedem Sitzplatz eine kleine Glocke platziert. Die Tradition der „Kissing Bell“ bringt Freude, Lachen und liebevolle Momente in jede Hochzeitsfeier. Immer wenn die Glocke erklingt, beschenken sich Braut und Bräutigam mit einem Kuss. Ein kleiner, spielerischer Augenblick, der ihre Verbundenheit zeigt.
Deutsche und Russlands-deutsche Traditionen und Bräuche

Schuhklau
Eine Hochzeitstradition über die Grenzen hinaus. Der Schuhklau ist eine deutsche Tradition. Da es ursprünglich keinen geregelten Ablauf gab wurde er irgendwann während der Hochzeit gestohlen. Aufgabe der Trauzeugen ist es aufzupassen das dies nicht geschieht. Somit hatte man eine Unterhaltung über den ganzen Abend hin. Auch noch in den deutschen Kolonisten-Dörfern in Russland blieb diese Tradition lange erhalten. Dabei musste der Schuh von den Trauzeugen zurückgekauft werden. Die jungen Burschen, denen es gelang, den Schuh zu stehlen, durfte hernach mit der Braut tanzen und den Tanz mit einem Kuss beenden. Dies führte bei besonders schönen Bräuten auch zu einem besonderen Wettstreit zwischen den Burschen. Doch nach Auflösung der Kolonisten-Dörfer kam auch der russische Einfluss in den Brauch. So waren es nun meist “Zigeuner“, die den Schuh stahlen und es gegen Geld zurückgaben. Das führte oft auch zu vielen Spielen rund um diese Tradition. Doch die Tradition sind nicht die Spiele, sondern die Entwendung des Schuhs selbst. Wie man diesen zurück erhält, kann ganz unterschiedlich ausfallen.

Schleiertanz
Nach der Schleierabnahme gibt es oft einen Schleiertanz, der kann Regional ganz unterschiedlich ausfallen doch die zwei geläufigsten varianten will ich hier einmal aufführen.
Variante 1
Im Zentrum der Feier tanzt die Braut, ihr Schleier wie ein zarter Schleier aus Licht und Hoffnung um sie gewoben. Um sie herum stehen meist weibliche, unverheiratete Gäste, die erwartungsvoll kleine Stücke des Schleiers abreißen, zarte Fetzen, die Glück, Liebe und den Wunsch nach einer eigenen Zukunft tragen. Jedes abgerissene Stück ist wie ein Funke, der Segen, Freude und Hoffnung in die Runde streut. Lachen, leuchtende Augen und sanfte Musik umgeben diesen Augenblick, während die Braut durch ihr Teilen symbolisch ihre Liebe und ihren Schutz weitergibt. Am Ende des Tanzes bleibt ein Moment, der in Erinnerung bleibt, ein Spiel aus Licht, Freude und Verbundenheit, dass die Hochzeit mit magischer Stimmung erfüllt.
Variante 2
Bei dieser liebevollen Tradition treten die Gäste unter den Brautschleier. Dieser wird meist von den Fängern des Brautsraußes/Ansteckblume in die Höhe gehalten. Die Gäste werfen symbolisch ein kleines Glücksgeld in den Schleier und tanzen für einige Augenblicke mit Braut oder Bräutigam. Jeder Schritt unter dem zarten Schleier trägt Segen, Freude und den Wunsch nach Glück in das Leben des Paares. Dieser Moment ist zugleich ein wunderbarer Augenblick, um sich von den Gästen zu verabschieden, sodass das Brautpaar im Anschluss ungestört die Feier genießen kann. Es ist ein liebevolles Ritual, das Gäste, Braut und Bräutigam miteinander verbindet und die Feier mit Wärme und strahlender Energie erfüllt. Es schließt harmonisch den offiziellen Teil der Hochzeit und setzt den Startschuss für die Afterparty.

Brautstrauß werfen
Mit einem Lächeln auf den Lippen und funkelnden Augen hält die Braut ihren Strauß, ein Bündel aus Farben, Duft und Glück fest in der Hand. Dann wirft sie ihn über die Schulter in die erwartungsvollen Hände unverheirateter Gäste. Wer ihn fängt, erhält nicht nur einen Strauß, sondern einen Hauch von Glück, Liebe und Zukunft. Mal fliegt der Strauß klassisch in die Menge, mal tanzt er sanft am Schleier befestigt durch die Luft, oder wird mit einem liebevollen Griff überreicht. Jede Variante ein kleines Spiel aus Spannung, Vorfreude und fröhlicher Gemeinschaft. In diesem Moment verschmelzen Lachen, Atempausen und freudige Aufregung zu einem unvergesslichen Augenblick, der die Hochzeit mit Farbe, Leichtigkeit und Magie erfüllt.

Hochzeitstorte anschneiden
Die Hochzeitstorte ist mehr als ein Dessert sie ist ein Symbol für die Verbundenheit, die Freude und die süßen Momente, die ein gemeinsames Leben bereithält. Ob kunstvoll geschichtet, modern interpretiert oder als zarte Mini-Törtchen. Jede Torte erzählt eine Geschichte von Liebe, Stil und persönlicher Note. Wenn das Brautpaar die erste Scheibe teilt, verschmelzen Tradition, Zuneigung und Hoffnung auf eine glückliche Zukunft in einem Augenblick voller Magie. Bei manchen Hochzeiten wird dabei spielerisch entschieden, dass die Person, deren Hand beim Schneiden oben liegt, symbolisch die Führung in der Ehe übernimmt ein liebevoller, heiterer Moment voller Symbolik. Ein süßer Auftakt zu einem Leben voller gemeinsamer Freude.

